Instagram für Autoren - Teil 2

        Sinn

Ich finde es mega wichtig, dass man den roten Faden bei Instagram sieht. Es gibt Autoren, da verstehe ich den Feed nicht. Ich kann nicht auf einem Blick erkennen, worum es auf dem Account geht. Da mich hauptsächlich Autoren und Lesejunkies interessieren, würde ich mir kein Profil genauer anschauen, das nur Essen und Autos postet.

Andere übertreiben es wiederum. Sie posten in jedem Bild ihr Buch. Das finde ich irgendwie aufdringlich und nervig und es schreckt mich eher ab. Also ja, wir nutzen Instagram, um unsere Bücher zu bewerben, aber es gibt doch sicher auch noch andere Themen, oder? Ich will ja keiner reiner Werbeplattform folgen, sondern plaudern. Die Mischung macht es also.

 

2)      Wiedererkennungswert

Ich finde es total wichtig, dass man anhand des Bildes sofort erkennen kann, mit wem ich es zu tun habe. Das machen meiner Meinung nach noch viel zu wenige Autoren auf Instagram. Ich benutze dafür eine Vorlage von Canva. Ich bin weit entfernt von perfekt, aber man sieht sofort, dass es sich um einen Post von mir handelt und man kann durch meine Vorlage anhand einer Überschrift sehen, worum es in dem Post geht. Wenn ich Schnipsel poste, gibt es für jedes Buch eine extra Vorlage. So weiß jeder, dass es sich um mein Buch handelt. Diese Einheitlichkeit lässt dich auch ein Stück weit professioneller wirken, was gut ist, weil du dann als Autorin ernster genommen wirst.

Hier noch ein gutes Beispiel von Martin Krist, einem sehr erfolgreichen Crime-Autoren. Wenn ich durch meinen Feed scrolle, weiß ich sofort, dass es sich um ein Bild von Martin handelt, weil ich das an seinem Hund (Haustiere funktionieren super), seiner Bibliothek, seiner Bildsprache, seinem Gesicht und seinen Büchern erkenne.

 

3)      Profilbeschreibung

Stell dir deinen Feed wie einen Lebenslauf vor. Er sollte also ordentlich aussehen und ich möchte auf einen Blick erkennen können, mit wem ich es zu tun habe. Dafür haben wir die Einheitlichkeit, aber auch die Profilbeschreibung. Schreibe dort rein, dass du Schriftsteller bist und erwähne auch deine Bücher.

 

4)      Videos

Ich habe festgestellt, dass Videos mega gut ankommen. Wenn du Angst hast, dass du dich jetzt zeigen musst, kann ich dich beruhigen. Du kannst kreativ sein. Ich filme manchmal den Regen oder Wellen des Meeres, weil es zu meinem Feed passt in dem ich gern Naturbilder poste, weil die mir hilft kreativ und entspannt zu bleiben, was für meine Arbeit als Autorin unabdingbar ist.

Aber auch hier habe ich natürlich mehr Aufrufe, wenn ich etwas erzähle und man mich als Person sprechen sieht.

 

5)      Stories

Nutze Stories. Dort kannst du auf deinen neuen Beitrag hinweisen, aber auch von deinem Tag berichten. Es wird den anderen Nutzern nur 24 Stunden angezeigt, so dass du dich dort auch ab und an mal zeigen kannst, ohne dass du für immer im Internet zu finden bist. Du kannst Storytelling üben und dich auch mal trauen, in die Kamera zu sprechen und erzählen, wo du mit deinen Büchern gerade stehst. Andere zeigen täglich wie sie Kaffee aufbrühen und dabei gute Musik hören. So banal es klingt, ich schau und hör mir das gern an, weil mich die Musikauswahl der besagten Person fröhlich stimmt. Ich zum Beispiel poste oft aus einem Buch die Tagesbotschaften, weil sie mich glücklich machen und die anderen anscheinend auch.

 

 

6)      Komme ins Gespräch mit den Nutzern

Du kannst über die Stories Umfragen erstellen oder normale Fragen an die Community richten. Einerseits ist es gut, weil die Ergebnisse dir oft helfen können. Andererseits hilft es dir beim Algorithmus. Wenn jemand auf deine Story agiert ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deine nächste Story wieder bei der Person angezeigt wird.

Das gilt auch für Kommentare unter deinen Posts. Ein guter Post endet mit einer Frage. Nichts tiefgründiges, denn Leute müssen bereit sein, öffentlich darüber zu reden und sie wollen nicht zu viel Zeit verlieren. Also zum Beispiel ist eine gute Frage: Was liest du gerade?

Wenn die Antwort kommt, kannst du auch wieder nachfragen oder erzählen, wie deine Erfahrungen zu dem Buch sind. Außerdem können andere Autoren ihre Kollegen verlinken und so haben wir wieder den Part der Unterstützung dabei.

Wie wichtig viele Kommentare sonst noch sind weißt du ja schon. Siehe: Agiere nach deinem Post

 

7)      IG TV

Bei IG TV kannst du Videos von maximal 10 Minuten hochladen. Im Feed hast du nur 1 Minute, deshalb kann man sich da mehr austoben. Ich nutze das noch nicht so oft, merke aber, dass ich dadurch nochmal ganz anderes Publikum habe und die Sachen später öfter nochmal aufgerufen werden, während ein Post hingegen schnell vergeht.

 

8)      Unterstützen

Du weißt nun, worüber du dich freust. Likes, Kommentare, wenn dich jemand in seiner Story erwähnt und von deinem Buch redet usw. Tu das auch. Wenn dir etwas gefällt, sag es. Und das natürlich nicht nur bei Instagram. Ghandi hat mal gesagt, wir sollen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen. Ich versuche danach zu leben.

 

9)      Businessprofil

Schaffe dir ein Businessprofil an. Zum einen ist es schwerer zu hacken, zum anderen kannst du deine Statistiken verfolgen und sehen, welches Bild dir wie viel neue Follower gebracht hat. Ich liebe Statistiken und schau mir das total gern an. Und so kannst du dich stetig verbessern und weißt, was dir etwas gebracht hat.

 

10)  Highlights

Es gibt die Funktion Highlight, die werden unter deinem Profil angezeigt. Ich verstehe es als eine Art öffentlichen Ordner. Dort kannst du zum Beispiel einen „Ordner“ mit deinem Buchtitel versehen und all die geposteten Rezensionen hineintun. So kann ich als Außenstehende schauen, was du alles zu deinem Buch in den Stories gezeigt hast, was ja normalerweise nach 24 h weg ist.

 

11)  Lesungen

Du kannst Lesungen üben. So doof das klingt, aber mir hat es die Angst genommen. Ich habe vor der Kamera mehrfach geübt und als ich zufrieden war, habe ich dann meine Aufnahme in der Story geteilt, später dann bei IG TV. So können Leser einen Eindruck von dir und deinem Buch bekommen und du bist bei deiner nächsten Lesung schon etwas besser vorbereitet.

 

12)  Bezahlte Werbung

Ich nutze seit dem „Buch deines Lebens“ auch die Werbemöglichkeit. Dadurch passieren mehrere Dinge. Mein Buch wird ständig bei den Instagram Nutzern angezeigt, ihr wisst schon, 7 Mal sehen und so. Und ich gerate nicht in Vergessenheit und bekomme neue Leser. Ein Zusatz, der mir vorher nicht bewusst war, ich bekomme neue Follower. Kosten Nutzen muss man natürlich genau überlegen, man muss viel lernen über Zielgruppen definieren und co, aber es bringt auf jeden Fall etwas, wenn man es richtig macht. Hierzu kann ich euch leider keine Tipps geben, aber da gibt es ja inzwischen genug Kurse für.

 

13)  Limit setzen

Dies finde ich ist einer der wichtigsten Tipps, wenn man seine Leidenschaft für Instagram entdeckt hat. Diese Plattform kann dich verschlucken, deshalb ist es wichtig, sich nicht komplett von ihr vereinnahmen zu lassen. Du kannst in der App einstellen, dass du benachrichtigt wirst, wenn du xy Zeit dort verbracht hast und ich würde das definitiv einstellen und wenn du die Info bekommen hast, das Handy beiseitelegen. Sonst ist der Tag um und du hast kein Wort geschrieben, außer bei Instagram. Ja, es gehört zu deiner Arbeit dazu, ABER vergiss nicht, dass du nichts bewerben kannst, wenn du nichts geschrieben hast.

 

14)  Lass es

Wenn du merkst, dass du nichts mit Instagram anfangen kannst, dann lass es. Vielleicht ist Facebook eher dein Ding? Oder etwas anderes? Ich finde, dass man sich nicht quälen sollte, wenn man damit nicht zurechtkommt. Denn das spürt auch dein Gegenüber und ich glaube, dass man keinen Erfolg damit haben wird, wenn man keinen Spaß daran hat. Aber versuche es wenigstens einen Monat.

 

Was soll ich denn aber nun posten?

 

Das wichtigste Motto hierbei: Poste, was du selbst gern sehen und lesen möchtest.

In erster Linie geht es ja um deine Autorentätigkeit, also poste deine Bücher und Hintergrundinformationen zu deinen Büchern. Du kannst auch Zitate aus deinem Buch mit deinem Cover posten. Hier ein Beispiel von mir.

 

Außerdem interessiert es die Leute, wenn du Autorenveranstaltungen berichtest. Du kannst von deinem Messebesuch erzählen, von deiner Lesung, oder einer, die du besucht hast, von Seminaren, die du gerade zum Schreiben absolvierst und wo vielleicht gerade deine Hürden sind.

 

Ich finde zu einem Autoren gehört auch das Lesen und deshalb poste ich Bücher, die ich gerade lese. Das freut wiederum auch die Kollegen, weil ich dadurch ja auch ihre Werke poste.

Hast du ein Hobby, ein Haustier oder eine Leidenschaft neben den Büchern? Dann versuche das zu kombinieren. Die Beispiele mit der Katze oder der Natur kennst du ja schon. Hier ein weiteres. Meine Kollegin Johanna Kramer liebt Schottland, weshalb das immer Thema in ihren Büchern ist und somit auch in ihrem Feed, bei dem sie regelmäßig tolle Landschaftsaufnahmen von dort postet. So kannst du Leidenschaft Schottland und dein Buch in Verbindung bringen, siehe hier.

 

Was auch super funktioniert neben einem Bild von dir sind Zitate. Aufmunternde Sprüche, optisch schön angerichtet, versüßt auch anderen den Tag und das will ich als Nutzer der Plattform, ein Lächeln. Und wenn ich das mit Sprüchen von deinem Feed verbinde, umso besser, so assoziiere ich was Gutes mit dir und dadurch mag ich dich und interessiere mich mehr für dich und was du schreibst. Eigentlich ganz einfach, oder?

 

Solltest du jetzt noch wissen wollen, wie das technisch alles funktioniert und möchtest du Videoanleitungen nutzen, die dir helfen ein genaues System für dich zu überlegen, kann ich dir den Onlinekurs von Caroline Preuss empfehlen. Ich habe ihn mir dieses Jahr gegönnt und der Kurs hat mir sehr weitergeholfen, denn ich habe viel über meine Bildsprache nachgedacht, tolle App Empfehlungen erhalten und sogar eine App von einer Fotografin, mit der sie den Kurs zusammen macht. Dadurch sind meine Bilder um einiges schöner geworden, worauf ich inzwischen öfter angesprochen werde. Das freut mich natürlich. Es handelt sich hierbei um einen Affiliate Link, das bedeutet, wenn ihr hierüber ihren Instagram Kurs bucht, erhalte ich ebenfalls so was wie Provision. Ich habe das bisher noch nie gemacht und wollte mal wieder etwas neues testen. Wenn es funktioniert, gibt es sicher auch hierüber mal einen Blogbeitrag. Passives Einkommen und so. 

 

Ich freue mich, wenn ich bald tolle Instagram Profile von euch entdecke.

  

Schreibt mit gern bei Instagram, auch wenn ihr noch Fragen habt 😊

 

 

https://elopage.com/s/carolinepreuss/instagram-online-kurs-1?pid=8525&prid=1085

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Kommentare: 4
  • #1

    Dany (Sonntag, 13 Oktober 2019 19:54)

    Ein sehr toller Beitrag mit viel Mehrwert!

  • #2

    Johanna (Sonntag, 13 Oktober 2019 20:57)

    Ein richtig toller Beitrag, der sicher vielen helfen wird! Und ganz lieben Dank für die Erwähnung! ��

  • #3

    Melui Nour (Mittwoch, 16 Oktober 2019 19:14)

    Zwei ganz wunderbare Artikel. Danke dafür. :) Ich finde man sollte sich auch fragen: welchen Mehrwert biete ich? Es gibt bei bookstagram so viele tolle ästhetische Feeds. Aber so toll und aufwendig die sind, sie sind vielen anderen doch sehr ähnlich. Bei mir versuche ich viele Buch-am-Meerbilder einzubringen (und manchmal Katze und Buch), um einen cozy vibe rüberzubringen, der meinen Follower anscheinend gefällt. Was ich nicht verstehen kann, sind AutorInnen, die potenzielle Käufer suchen, aber gleichzeitig nichts posten, was für diese interessant sein könnte... also wie du sagst, ein feed voller Essen oder Rockmusik ohne jeglichen Buchcontent animiert irgendwie nicht zum Kauf...

  • #4

    Sandy (Montag, 21 Oktober 2019)

    Ich danke euch, für eure schönen Kommentare :)
    Herzliche Grüße Sandy