Instagram für Autoren - Teil 1

Es gibt bereits unzählig viel Wissen im großen Meer der Daten über Instagram und dennoch möchte ich euch meine ganz eigenen Erfahrungen zur Verfügung stellen.

 

Als ich damals den Blog vomschreibenleben.de von Annika Bühnemann suchtete, las ich, dass ein Instagram Account für Autoren unabdingbar ist. Ich hatte vorher nichts für soziale Netzwerke übrig und auch keinen Account. Soweit ich wusste, waren da nur hippe Leute, die ihr Essen und ihre Klamotten fotografierten. Da ich Annikas Empfehlungen aber vertraute und eine erfolgreiche Autorin werden wollte, musste ich da also durch.

Eine Weile las ich viel über Instagram, eine gute Freundin setzte sich mit mir zusammen und erklärte mir alles und im April 2018 war es dann soweit. Ich traute mich und legte los. Zu der Zeit war ich schon sehr genervt von Facebook, denn wenn ich etwas postete, passierte absolut nichts. Als ich jedoch das erste Bild bei Instagram veröffentlichte, passierte eine Menge. Ich bekam viele Likes und sogar Kommentare. Leute folgten mir und ich verstand die Welt nicht mehr. Wieso war das so einfach und wieso waren da alle so nett?

Die ersten Tage dachte ich noch, dass das vielleicht alles nur Fake ist und man nur den Leuten folgt, damit sie zurück folgen und umgekehrt, aber das alles nur oberflächlich ist, aber nach einer Woche war ich schon Feuer und Flamme.

Denn was passierte? Ich lernte zahlreiche Kollegen kennen, tauschte mich aus, bekam super Tipps und gewann Freundschaften.

Mit der Zeit wuchs und wuchs meine Followerzahl und die Menschen, die mir am Herzen liegen. Es ist wie früher im Büro, wenn man mal kurz in die Küche geht und mit den dort zufällig stehenden Kollegen schnackt.

 

Warum aber nun ein Instagram Account? Nur zum Plaudern muss ich mir doch kein Instagram Profil anlegen.

 

Richtig. Nur deswegen vielleicht nicht, aber es kann tatsächlich schön sein, wenn man sich mit Gleichgesinnten, ebenso Buchverrückten unterhält. Vor allem für Autoren, die den ganzen Tag allein zuhause arbeiten, kann es angenehm sein, sich mal kurz mit Kollegen zu unterhalten und Tipps auszutauschen.

Schon nach kurzer Zeit kamen andere Autoren auf mich zu und baten mich, bei ihnen in einer Benefizanthologie mitzumachen. Das war so großartig und ich bin immer noch stolz, bei dem Projekt teilgenommen zu haben. Instagram eröffnet dir Möglichkeiten, mit denen du vorher nicht rechnest. Ich kenne viele, die dadurch an Anthologien teilgenommen oder sich zu Netzwerken zusammengeschlossen haben. Und Vernetzung brauchst du als Autorin meiner Meinung nach unbedingt.

Als ich dann mein erstes Buch im November 2018 veröffentlichte, hatte ich eine Plattform gefunden, bei der ich gratis Werbung für mein Buch machen konnte. Meine Kollegen unterstützten mich, wo sie konnten, weil wir das in der Community eben so tun. Wir kaufen unsere Bücher, lesen und rezensieren sie, was wir wiederum posten, wir teilen es in den Stories, so dass auch unsere Abonnenten die Bücher der Kollegen sehen und so kann man schon mal auf einen Schlag 1000 Leute erreichen, die dein Buch gesehen haben. Ich glaube ja immer noch, dass das einer der Gründe war, das ich es mit der Todesküsserin in die Top 100 geschafft habe, doch dazu mehr in einem zukünftigen Beitrag. Zwar glaube ich das es an mehreren Dingen gelegen hat, doch das war sicher sehr hilfreich. Es heißt schließlich, wenn jemand ein Produkt das 7. Mal gesehen hat, dann kauft er, sollte er noch am Anfang gezögert haben. Ich merke, wie das bei mir auch immer wieder funktioniert.

Dadurch findest du natürlich Leser, denn das ist es, was wir Autoren brauchen.

 

Was sind nun also meine Tipps für dich, als Autoren?

 

1)      Die Uhrzeit

Du musst herausfinden, wann deine Zielgruppe agiert. Für mich funktioniert es am besten morgens unter der Woche zwischen 6 und 8 Uhr. Mittags ab halb zwölf ist okay und abends dann wieder so ab 17 bis vielleicht 19 Uhr.

Am Wochenende ist es am besten, gegen 9 Uhr zu starten.

 

2)      Bilder

Instagram ist in erster Linie eine visuelle Plattform, weshalb es wichtig ist, gute Bilder zu posten. Aber ganz ehrlich, ich finde wichtiger ist, erstmal anzufangen und verbessern kann man sich dann immer noch. Weil schlimmer ist, warten, bis man perfekt fotografieren kann und dann nie beginnt. „Einfach machen“ mal wieder die Devise.

Wenn du dann etwas geübter bist, wird dir auffallen, was gut ankommt und du kannst auch immer bei den anderen schauen, was dir am meisten gefällt. Es gibt so viele Möglichkeiten, ein Buch hübsch anzurichten. Probier dich aus 😊

Mir ist aufgefallen, dass ich die meisten Likes habe, wenn ich mit auf dem Bild bin. Ich denke, weil die Leute dann sehen, wer hinter den Kulissen ist und das die Anonymität bricht. Ich möchte ja auch gern wissen, wie mein Gegenüber aussieht, wenn ich mich austausche. Ist auch einfacher, sich auf einer Messe zu erkennen 😊

 

3)      Text

Auch wenn Instagram ein visuelles Netzwerk ist und ich das anfangs nicht gedacht hätte, längere Texte kommen gut an und werden gelesen. Natürlich nicht von allen, aber es ist heutzutage wichtig, den Leuten Mehrwert zu bieten. Also warum sollten sie deinen Text lesen? Nur um zu erfahren, was du zum Mittag gegessen hast eher nicht. Aber du kannst erzählen, was deine aktuellen Herausforderungen oder Erfolge sind, oder Textauszüge posten und erzählen, warum sie dir etwas bedeuten. Auch hier gilt: Was interessiert dich bei anderen Autoren, denn das könnte auch deine Leser und Kollegen interessieren.

Als Beispiel: „Hier ist meine Katze!“

Ja, was soll mir das sagen? Toll, du hast eine Katze. Da viele Leute Katzen lieben gibt es sicher auch darauf Reaktionen, wie süß die Katze ist, aber größere Chancen hast du, wenn du die Katze mit deiner Autorentätigkeit in Verbindung bringst.

Besseres Beispiel: „Jimmy hält mich schon wieder vom Schreiben ab. Ich wollte gerade den letzten Satz schreiben, da sprang er auf meinen Schoß und stupste mich an. Hmmm. Hat er Recht? Sollte ich über das Ende nochmal nachdenken?“

Wenn du das postest, kommen sicher auch Kommentare darüber, wie die Haustiere deiner Leser sie abhalten oder auf Dinge hinweisen. Es entsteht ein Austausch und nicht nur ein „oh wie süß“. Wobei auch das natürlich gut ist und trotzdem kommen wird.

 

4)      Hashtags

Ich vermute, inzwischen wirst du das Wort schon öfter gehört haben. Ein Hashtag sieht so aus: #

Bei Instagram gibt es drei Möglichkeiten, auf deine Bilder zu stoßen. Man schaut gezielt auf dein Profil, was am Anfang, wenn man unbekannt ist, nicht passieren wird.

Man sieht in seinem Newsfeed, dass du ein neues Bild gepostet hast, weil jemand dich abonniert hat oder aber, man findet dich unter einem #. Denn du kannst diese abonnieren. Wenn du unter deinem Post, bei dem es ums Schreiben geht passende Hashtags postest, wie zum Beispiel „#schreiben“, tauchst du je nach Algorithmus bei jemanden auf, der den #schreiben abonniert hat.

Es gibt eine Menge davon und ich habe sie mir in einer Notizapp gespeichert, so dass ich nicht jedes Mal alle eingeben muss. Du darfst bis zu 30 angeben und ich würde sie auch nutzen, denn so hast du 30-mal mehr die Chance, dass dein Post bei anderen angezeigt wird.

Du solltest sie auch ab und an wechseln, damit du nicht immer nur bei den gleichen Personen angezeigt wirst.

Hierfür habe ich mir eine Überraschung für dich ausgedacht. In meinem Newsletter erhältst du eine Liste mit meinen #s fürs Schreiben und Lesen. Du kannst dich hier dafür eintragen.

 

5)      Speichern

Das klingt vielleicht banal, aber jedes Mal, nachdem ich meinen Text geschrieben und die # eingefügt habe, kopiere ich meinen Text, denn manchmal spinnt Instagram. Wenn du ausversehen mehr als 30 # angegeben hast, dann steht unter deinem Bild kein Text mehr. Schmerzvolle Erfahrung, besonders bei langen Posts.

 

6)      Regelmäßig

Wichtig ist, bei Instagram eine Regelmäßigkeit reinzubekommen. Ich sehe es immer wieder, wie Kollegen versuchen täglich zu posten, dann klappt das ein paar Tage und dann wieder wochenlang nicht. Ich würde vorschlagen, den Druck rauszunehmen. Es ist besser, sich zu sagen, dass man zwei Mal die Woche postet, als in dem eben erwähnten Beispiel. Denn Instagram belohnt und bestraft deinen Algorithmus.

Ich habe mir damals geschworen, jeden Tag mindestens einmal zu posten und das hat super funktioniert. Ich bin täglich gewachsen.

Was ich noch weniger empfehlen kann, ist mehrere Bilder hintereinander zu posten, denn das nervt mich bei anderen auch. Hebe dir die Bilder auf und poste sie über mehrere Tage hinweg oder eins am Morgen und eins am Abend. Sonst werden mir in meinem Feed nämlich nur noch deine Posts angezeigt und das wirkt dann schnell aufdringlich finde ich.

 

7)      Agiere nach deinem Post

 

Wenn du gepostet hast, empfehle ich danach eine halbe Stunde online zu bleiben und dir anzuschauen, was der Rest der Welt so treibt. Wenn jemand bei dir kommentiert, kannst du gleich antworten und um so mehr Kommentare du unter deinem Post hast, desto wichtiger stuft Instagram dich ein und desto eher wirst du bei anderen angezeigt. Oft liken Leute ja auch zurück, deshalb ist es gut, wenn du das nach dem Posten machst. So unterstützt ihr euch gegenseitig.

 

Teil 2 folgt ...

Es warten weitere Tipps auf dich und ich helfe auch bei der Frage, was du denn nun eigentlich posten sollst. 

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